Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Stiefsohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, plädiert die Staatsanwaltschaft auf rund sieben Jahre und sieben Monate Haft. In 39 von 40 Anklagepunkten soll er schuldig gesprochen werden, darunter vier mutmaßliche Vergewaltigungen im Zeitraum von 2018 bis 2024. Im BUNTE.de-Interview ordnet die Dortmunder Strafverteidigerin Sandra Günther ein, was den 29-Jährigen bei einer Verurteilung im Strafvollzug erwarten würde. Sie macht deutlich, dass es für ihn als prominenten Häftling keine Sonderbehandlung geben dürfte – im Gegenteil. Verurteilte mit Sexualdelikten stünden in der Gefängnishierarchie ganz unten und seien häufig Anfeindungen sowie körperlichen Übergriffen durch Mitinsassen ausgesetzt. Sandra Günther zeichnet damit ein realistisches, fachlich fundiertes Bild der Haftbedingungen und bringt ihre Expertise im Strafrecht in einen medial stark beachteten Fall ein.
Strafverteidigerin Sandra Günther im Interview: Warum es für Marius Borg Høiby im Gefängnis „knallhart” wird

